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Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland (KOHD), Arbeitsstelle Jena

Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland (KOHD), Arbeitsstelle Jena

Die Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland ist ein wissenschaftliches Langzeitprojekt, das 1957 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft begonnen wurde und seit 1989 unter der Verantwortung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit finanzieller Unterstützung aus dem Bund-Länder-Programm fortgeführt wird. Seit April 2013 ist Prof. Dr. Tilman Seidensticker Leiter des Gesamtprojekts und Herausgeber des Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD). Derzeit gibt es sechs Arbeitsstellen, von denen eine seit 1997 in Jena beheimatet ist. Ziel des Unternehmens ist die Identifizierung der sehr hohen Bestände an unkatalogisierten orientalischen Handschriften in deutschen Bibliotheken. Die Zahl dieser "begrabenen" Handschriften allein in arabischer, persischer und türkischer Sprache geht in die Zehntausende. Für die Orientalistik stellen diese Fälle einen Unsicherheitsfaktor dar, der Forschungsergebnisse von einem Tag zum anderen völlig in Frage stellen kann. Im Oktober 2014 ist eine letzte Arbeitsphase des Projekts von 2016 bis 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz bewilligt worden.

Die bisher erschienen Bände des VOHD sind hier nachgewiesen.

Die Jenaer Arbeitsstelle hat einen Mitarbeiter, Herrn PD Dr. Florian Sobieroj. Florian Sobieroj hat die unkatalogisierten Orientalia aus drei Bibliotheken in Thüringen (Jena, Weimar, Gotha) beschrieben und katalogisiert gegenwärtig die arabischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München sowie der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Bis September 2015 hat auch Frau Dr. Rosemarie Quiring-Zoche in der Arbeitsstelle gearbeitet und dabei die arabischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin katalogisiert.

Der Leiter der Arbeitsstelle, Prof. Dr. Tilman Seidensticker, hat arabische Handschriften der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen bearbeitet (VOHD XVIIB, 4, erschienen 2005). Er war ferner an der Ausstellung "Orientalische Buchkunst in Gotha" (1997) beteiligt und ist Mitverfasser des gleichnamigen Ausstellungskatalogs. Er ist Mitantragsteller im SFB 950 "Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa" der Uni Hamburg.

Die Jenaer Arbeitsstelle besitzt eine umfangreiche Fachbibliothek an Handschriftenkatalogen, vorwiegend arabistischer Ausrichtung, die auch Gästen zur Verfügung steht. Untergebracht ist sie zur Zeit im Löbdergraben 24a.

Die Publikationen der Arbeitsstelle zu handschriftbezogenen Themen können Sie hier einsehen.

 

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Tilman Seidensticker 

 

Pressemitteilungen:

21.03.2013: Die verborgenen Schriften der Bibliotheken. Prof. Dr. Tilman Seidensticker von der Universität Jena leitet Katalogisierungsprojekt