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Zeitmetaphern

Finanziert durch die DFG, Laufzeit 3 Jahre.

Sprachliche Appräsentationen materialer Zeiterfahrung. Das Verhältnis von dingästhe­tischem und sozialem Sinn in Zeitmetaphern ist ein interdisziplinäres Projekt der Soziologie (Projektleiter: Prof. Dr. Hartmut Rosa) und Indogermanistik (Projektleiterin: Dr. Sabine Ziegler), das im DFG-Schwerpunktprogramm 1688 „Ästhetische Eigenzeiten“ angesiedelt ist.

In diesem von der DFG für drei Jahre geförderten Projekt werden deutsche Zeitmetaphern in mehrfacher Hinsicht untersucht: Zielstellung des Projekts ist auf soziologischer Seite die Analyse der verschiedenen Ebenen von Zeitlichkeit. Untersucht wird, ob sich aus dem Auftauchen, dem Ausmaß der Verbreitung und dem allmählichen oder plötzlichen Verschwinden der Zeitmetaphern etwas über den Wandel dominierender dinglicher, zeitlicher und sozialer Weltbeziehungen aussagen lässt. Die Indogermanistik erstellt ein diachrones Corpus der Zeitmetaphern vom Althochdeutschen bis zum Gegenwartsdeutschen als Datengrundlage für die soziologischen Deutungen, das in einer öffentlich zugänglichen Datenbank abrufbar sein wird und liefert eine linguistische und semantische Analyse des Wortfelds „Zeit“, die als methodologisches Vorbild für weitere Untersuchungen dienen soll.